Schaufeln, Kneten, Schleudern, Naschen – beim dritten Bienenaktionstag auf dem Fischereihof Kleinholscha der Naturschutzstation Neschwitz ging es richtig zur Sache. Mit vereinten Kräften, Muskelkraft und Ausdauer wurde gemeinsam mit rund 30 Teilnehmern, darunter Kinder und Erwachsene, ein Sandarium angelegt.
Ein Sandarium ist ein spezielles Sandbeet, das angelegt wird, um bodenbrütenden Wildbienen und anderen Insekten einen Nistplatz zu bieten. Rund 75 % der heimischen Wildbienenarten nisten im Boden und benötigen vegetationsfreie, sonnige Sandflächen. Was man beim Anlegen beachten muss, wurde zu Beginn in einem Vortrag anschaulich erklärt.
Neben dem Schaufeln gab es noch vieles andere zu entdecken: Die Teilnehmer konnten sich in der Honiggewinnung ausprobieren. Dafür mussten zunächst die entnommenen Waben mithilfe einer Entdeckelungsgabel entdeckelt und die fertigen Rähmchen in die Honigschleuder gehängt werden. Anschließend wurde kräftig gekurbelt, sodass der Honig durch die Fliehkraft aus den Waben gedrückt wurde. Aus dem Auslauf floss er dann durch zwei Siebe in einen Auffangbehälter. Zwischendurch blieb immer wieder Zeit zum Naschen.
Fleißig geknetet wurde auch beim Herstellen von Samenbomben. Hier wurden Lehm, Erde, Wasser und Saatgut zu kleinen Kugeln gerollt und anschließend in der Sonne getrocknet. Nun können damit karge Stellen im Garten mit bienenfreundlichen Blumen verschönert werden. Der beigemengte Lehm sorgt zum einen für die Stabilität der Kugeln und zum anderen für eine bessere Wasserhaltefähigkeit zugunsten des Saatguts.
Ebenso erhielt die im Jahr 2024 im Rahmen des ersten Bienenaktionstages errichtete Bienenburg eine Auffrischung: Neue Schilfhalme wurden zurechtgeschnitten und mit feuchtem Lehm in die Tonröhren eingeklebt. Sie dienen Wildbienen als Niströhren. Wie genau das funktioniert, konnten die Teilnehmer mithilfe eines Modells spielerisch nachvollziehen.
Gesponsert und unterstützt wird der Bienenaktionstag seit 2024 von der Kreissparkasse Bautzen im Rahmen des Projekts „Bienenfreundlicher Fischereihof – Wildbiene trifft Honigbiene“. Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für ihr Interesse und ihr Engagement.










